Wie gestern schon geschrieben ging der “große” Motor heute in die Werkstatt. An die Werkstatt ist ein kleines Ladengeschäft angegliedert. Kleinteile kann ich also zukünftig auf den Weg zur Schule kaufen. Nach einer freundlichen Begrüßung ging es dann raus zum Auto um den Motor in Augenschein zu nehmen. Auf einer langen Liste versuchte der Werkstattmeister dann das Baujahr des Motors zu bestimmen. Motoren mit 5,5 PS wurden vonEvinrude nur bis etwa 1934 gebaut. Es gab einen kurzen Moment des “Mh… ne, oder?” der dann aber sofort wieder verschwand. Logisch, ein 80 Jahre alter Motor würde nicht mehr so “gut” aussehen. Durch eine Zahlenkombination auf der Typenplakete kamen wir dann auf ein Baujahr um 1969. Also nur ein Jahr jünger als das Boot.

Der Meister überlegte dann kurz, nahm sich der Sache aber glücklicherweise an und versucht aus bis zum Wochenende eine Diagnose zu stellen. Ich bin vorsichtig optimistisch das dem Motor wieder ein “Leben” eingehaucht werden kann. Die Zeit wird es zeigen…

In einem Kommentar wurde gefragt warum ich mich nicht selbst an dem Motor versuche. Nun, den “kleinen” Motor habe ich selbst repariert. Allerdings ist das ein ganz einfacher Luftgekühlter 2-Takt 1-Zylinder Motor ohne Kupplung oder Getriebe. Daran kann man nicht viel kaputt machen, solch ein Motor läuft eigentlich immer. Der “große” Motor dagegen ist ein Wassergekühlter 2-Takt 2-Zylinder Motor mit schaltbarem Getriebe. Dort kann man schon einiges mehr Kaputt machen. Das Problem ist weiterhin die fehlende Ersatzteilversorung: bei dem “kleinen” Motor hatte ich einen fast baugleichen Zweimotor zur Verfügung. Dort wurde dann eben einfach ausgebaut was bei dem anderen gefehlt hat, bei dem “großen” ist das nicht möglich.

Der Werkstattmeister wird (allein schon aufgrund seines Alters) einen solchen Motor schon öfter gesehen haben und aus Erfahrung wissen was kaputt sein könnte. Außedem meinte er auch Ersatzteile vorrätig zu haben. Also, wozu selbst Zeit investieren wenn man nicht die geringste Idee hat was dem Motor fehlt und wie man dies beheben könnte…

Wie schon gestern angekündigt sollte heute der “neue” alte mal einen Probelauf absolvieren. Die Mülltonne also wieder mit Wasser aufgefüllt, die Benzinschläuche verbunden und gebetet.

Nach gefühlten 50 Startversuchen musste mein Arm sich erstmal wieder ausruhen. Die Zeit nutze ich um die Zündkerzen zu überprüfen – nur taten diese was sie sollten…
Bei einigen weiteren Startversuchen gab es dann kräftige Fehlzündungen die aber warscheinlich eher im Auspuff entstanden und nicht viel zu sagen hatten. Vorhin ging eine eMail an einen Aussenbordmotor Reparaturservice in Dessau-Roßlau raus, mal schaun ob sich dort jemand dem Motor annehmen möchte.

Leider passt der “alte” Motor nicht ohne weiteres an das “neue” Boot. Die Fernsteuerrung und der Motor müsste erst umgebaut werden. Hoffentlich bleibt mir das ersparrt und der Reparaturservice versucht wenigstens mal sein Glück.

Ob die Überführung am Donnerstag dann so stattfinden kann steht also leider wieder offen.

Heute hab ich es geschaft den Lenzstopfen zu verbauen. Das ganze war einfacher als gedacht, einfach das alte Loch mit einer Feile bearbeiten bis der Stopfen gut sitzt und dann mit der Sikadichtmasse abdichten. Hat nicht mal 20 Minuten gedauert und hält jetzt sicher für die nächsten Jahre.

Morgen werden dann die Ringösen befestigt und ein Motorprobelauf  gemacht. Donnerstag geht es dann hoffentlich zum Liegeplatz.

Eben ging die erste Bestellung raus.

 Artikel Einzelpreis Anzahl MwSt Gesamt
Benzinfilter für Motoren bis 3500ccm 1,34 € 1 19% 1,34 €
Selbstlenzer 5,34 € 1 19% 5,34 €
NIRO Augenplatte 2,19 € 2 19% 4,38 €
Anker/Festmacherleine Schwarz ø 6mm 0,43 € 16 19% 6,88 €
Sikaflex® 291i 100ml Tube Weiß 6,99 € 1 19% 6,99 €

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Mit einigen Besorungen aus dem Baumarkt sollte das Boot dann erstmal “Wasserungsfähig” sein. Andere Dinge wie ein Teppich oder eine Battarie kommen dann erst nach und nach.

Heute ging es daran eine erste Bestandsaufname zu machen sowie eine erste Planung aufzustellen. Jetzt gibt es also einfach erstmal die Liste der Ideen und Wünsche ohne groß daraufeinzugehen wie sinnvoll diese Idee ist.

  • Einen oder mehrere Benzintanks im Heck- oder Bugbereich.
  • Eine Batterie im Heck- oder Bugbereich
  • Die Seilzüge der Steuerung nachstellen und einfetten
  • Einen selbstlenzenden Stopfen neu einkleben
  • Die “Abdeckung” vorn am Bug soweit verstärken, das man problem los auch zu zweit darauf liegen kann.
  • Sichtblenden an dieversen Stellen
  • Lichtmast mit Ankerlicht
  • Klampen am Heck
  • Abdeckplane für das Liegen am Land
  • Fahrverdeck
  • Motorfunktionstest
  • Angelrutenhalter
  • Als “Teppich” soll Kunstrasen ganz gut funktionieren und soll auch so eingebaut werden.
  • Elektrik verlegen
  • Echolot verbaun

In wie weit sich das allles verwirklichen lässt, wird sich mit der Zeit zeigen. Jetzt geht es erstmal darum einen passenden Tank zu finden und den Lenzstopfen zu verbauen.

Mein erster Versuch ein Boot zu kaufen war ein ziemlicher Reinfall. Bei eBay war dieses “schmuckstück” für 200€ zu haben. Da ich sowieso vor hatte mir ein Boot selbst herzurichten nahm ich an dies sei die Ideale Grundlage dafür. Also Anhänger ans Auto gehängt und hingefahren.

Glücklicherweise hatte ich noch einen Freund dabei der mir dringenst abriet das Boot zu kaufen. Das gute Stück hatte nicht mal mehr “Schrottwert”. Also bin ich dort wieder unverrichteter Dinge abgezogen und habe mir so wenig später das Schlauchboot gekauft. :)

Heute war es soweit. Das günstig ersteigerte Motorboot wollte abgehohlt werden. Nachdem ich meinen gesammten Bekanntenkreis nach einem Anhänger (min. 4,2m lang) abgefragt hatte, niemand aber mir damit dienen konnte, ging der Weg zum Anhängerverleih. In Dessau-Roßlau wurd ich dann auch schnell fündig. Der erste Anblick des Hängers hat mich doch etwas erschreckt. Allerdings fährt sich der Hänger besser als der nur einen Meter längere Wohnwagen.

Samstag mittag habe ich dann etwa 8 alte Matratzen und dieverse Spanngurte auf dem Hänger verzurt, einige Freunde eingeladen und auf ging es nach Erfurt. Nach recht entspannten 2,5 Stunden sah ich dann das Boot das erste mal. Man hat doch deutlich gesehen das dem Verkäufer das Herz blutete als das Boot für den günstigen Preis seinen Hof verließ. Also: Erfolg! :D

Mit einiger Kraft und einigen Fluchwörtern lag das Boot dann auf den Matrazten. Leider ist dabei der Lenzstopfen ausgebrochen. Das wird sicher wieder etwas Arbeit kosten, aber passiert ist passiert. Die Ladungssicherung gestalltete sich dann einfacher als gedacht. Vorn und in der Mitte längs, hinten einmal quer. Den Motor dann auch nochmal quer niergezurt und die Sache saß. Der Rückweg ging dann auch wieder recht problemlos von der Hand. Das Abladen des Boots war dann auch recht problemlos. Jetzt steht das Boot sicher in der Garage. Morgen geht es dann an eine Bestandsaufnahme und an das Pläne schmieden :)

Wenn jemand auf der Suche nach einem Programm ist mit dem man Bilder in kleinere Bilder teilen kann, sollte er Posterazor ausprobieren!

Spiel vom 10.03.2012
Ergebniss: 2:1

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Wer eine Ergebnistabelle als *.xls braucht, kann sie sich hier zur freien Verfügung laden und nutzen.